Zoll (Abgabe) Beschreibung Zoll (Abgabe)  
 
   
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Zoll (Abgabe)

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Zoll (Abgabe) Artikel

Als Zoll (Pl.: Zölle, abgeleitet aus dem spätlateinischen, gleichbedeutenden teloneum) bezeichnet man eine Abgabe, die beim körperlichen Verbringen einer Ware über eine Zollgrenze entsteht. Frühere Formen: Brückenzoll, Straßenzoll (Maut), etc. Die entsprechende Berufsbezeichnung lautet Zöllner.

Durch den Zollabbau ist der Einnahmezweck (Fiskalzoll) stets mehr in den Hintergrund getreten. In dem Vordergrund steht heute die Funktion des Zolls als Ausgleich von Preisunterschieden (Wirtschaftszoll) oder zu dem Schutz ausgewählter inländischer Wirtschaftszweige (Schutzzoll). Auf Friedrich List zurück geht der Gedanke des Erziehungszolls, dem zu Folge neue Industrien eines Landes durch einen Zoll geschützt werden sollen, wobei der Zoll im Maße abgebaut werden soll, wie die Industrien an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.

Im Zuge der Globalisierung verlieren Zölle generell an Bedeutung. Als Antidumping- oder Antisubventionsmaßnahme können auch Strafzölle (Retorsionszölle) erhoben werden.

Nicht zu verwechseln ist der Zoll mit der noch stets zu entrichtenden Einfuhrumsatzsteuer.Man kann zusätzlich zwischen Einfuhr-, Durchfuhr- (oder Transit-) und Ausfuhrzöllen unterscheiden. Die Einfuhrzölle sind dabei von der größten Bedeutung. Einige Entwicklungsländer generieren allerdings mit Ausfuhrzöllen einen großen Teil Ihrer Staatseinnahmen. Zusätzlich gibt es die Unterscheidung nach der Bemessungsgrundlage. Spezifische Zölle werden pro Einheit eines Gutes erhoben, Wertzölle sind ein Prozentsatz vom Preis des Gutes.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Apocalypse No! Eigentlich eine große Tragödie! Das schöne an dem Buch ist, dass Lomborg unverfälschte und allgemein anerkannte Zahlen präsentiert. So kann man sich immer auch sein eigenes Urteil zu den behandelten Fragen bilden und auch mal vom Autor abweichen. Das Buch kommt ohne Polemik und Beschimpfungen aus, bezeichnet aber auch eklatante Fehlleistungen ohne...

Erziehungszoll

Diese Zölle werden erhoben um inländische Produzenten vor ausländischen Konkurrenten zu schützen. Ist dieser ca. temporär angelegt, spricht man von einem Erziehungszoll. Der Begriff des Erziehungszolls geht auf Friedrich List zurück. Dieser soll inländischen Unternehmungen die Möglichkeit geben ihre Produktion an Weltmarktstandards anzupassen. Die Idee des Erziehungszolls sind weitgehend anerkannt, allerdings ergeben sich in der praktischen Anwendung erhebliche Probleme. So kann nicht vorhergesagt werden, ob eine Industrie einen Schutzzoll benötigt und nach einer "Schonzeit" wirklich auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein wird. Auch haben Unternehmer in den meisten Ländern Einfluß auf die Politik und werden so immer bemüht sein einen solchen Zoll für ihre Produkte zu erhalten. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass er nach einer gewissen Zeit nicht abgebaut wird, da die Unternehmen den Schutz des Zolles für den Binnenmarkt in Anspruch nehmen wollen. Ein solcher Zoll kann volkswirtschaftlich auch ca. als wohlfahrtssteigernd angesehen werden, wenn der Wohlfahrtsverlust durch die Einführung des Zolls nach Wegfall des Zolls überkompensiert wird.

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EU

Für die Weiterverarbeitung, Veredelung und beim Import von Waren mit anschließendem Export außerhalb der EU dienen die Freihäfen in Emden seit 1751, Bremerhaven (1827), Bremen und Hamburg (1888), Cuxhaven und Kiel. Seit Gründung der EU sind Freihäfen auch in den Binnenhäfen Deggendorf und Duisburg (1990) eingerichtet. Einfuhrzoll fällt erst bei Verbringung der Waren aus dem Freihafen in die Gemeinschaft an. Für die Lagerung von Waren können außerdem Zolllager dienen, hier ist die Entrichtung der Zölle für die Lagerzeit ausgesetzt. In Österreich wurden als Binnenland Freilager und Freizonen (früher Zollfreilager) errichtet. Diese sind meist in dem Rahmen von Donauhäfen, wie Linz, Krems oder Wien, Flughäfen, aber auch bei Warenlagern von Speditionen und anderen einschlägigen Firmen situiert.

Zölle sind Steuern in dem Sinne der Abgabenordnung. In Deutschland - wie in allen anderen EU-Staaten - stehen die Einnahmen der EU zu, die auch die Gesetzgebungshoheit in Zollsachen hat. Zuständig für die Verwaltung der Zölle sind dagegen die Mitgliedsstaaten - in Deutschland die Bundeszollverwaltung, in Österreich das Finanzministerium . Zölle sind eine der ganz wenigen eigenen Einnahmequellen der EU, die sich ansonsten fast ausschließlich aus Geldtransfers von den Mitgliedsstaaten finanziert.

Buch-Tipp: Beschützt, bewahrt, geborgen. Wie magischer Schutz wirklich funktioniert *Auf dem Punkt gebracht!!* Wieder einmal ein sehr gutes Buch, spricht mir aus der Seele, bei all den persönlichen Erfahrungen in dem Umgang mit Menschen, die meinen einem "Fluch" auferlegt zu bekommen.

Geschichte

Zölle existieren schon sehr lange, in dem Mittelalter wurden sie sehr häufig in Form von Geleitzöllen erhoben, wobei der Kaiser stets mehr Hoheitsrechte an Territorialherren (und damit die einzelnen Städte) verlor. In dem Zeitalter des Merkantilismus wurden Zölle gezielt als wirtschaftspolitische Maßnahme zu dem Schutz der Zahlungsbilanz und der inländischen Produzenten eingesetzt. Prohibitivzölle sollten überhaupt die Einfuhr ausländischer Produkte unterbinden, Erziehungszölle den Aufbau der eigenen Industrie fördern und Schutzzölle diese vor den (billiger produzierenden) ausländischen Konkurrenten schützen.

Seit 1947 wurden die Zölle global in dem Rahmen des GATT deutlich abgebaut. Man unterscheidet zwischen Einfuhr- und Ausfuhrzöllen. Von Bedeutung sind in der EU heute ca. noch Einfuhrzölle aus Nicht-EU-Ländern.

Siehe auch: Zoll (Begriffsklärung), Zollunion, Veredelungsverkehr

Buch-Tipp: Das neue Versicherungsvermittlergesetz. Die Umsetzung der EU-Versicherungsvermittler-Richtline (Praxis-Ratgeber) VersicherungsJournal vom 5. 3. 2007 "Dank zahlreicher Beispiele aus der Praxis sowie diverser Checklisten und Arbeitshilfen, zu dem Beispiel Muster zu Visitenkarte, Mitteilungen an den Kunden sowie der Beratungsdokumentation, dürfte es selbst Vermittlern, die sich bislang noch nicht mit dem neuen Gesetz beschäftigt haben, leicht fallen, sich schnell in die...

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